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Jungvogel braucht Hilfe - was nun?

Amsel und HaussperlingIst die Entscheidung gefallen, dass ein Jungvogel ohne Zweifel in Not ist, so ist es ratsam, sich an eine Wildvogelpflegestation zu wenden, die Ihnen wertvolle Ratschläge aus erster Hand geben kann oder das Tier eventuell zur weiteren Aufzucht selbst übernimmt. Adressen erhalten Sie von der Unteren Naturschutzbehörde Ihres Landkreises oder aus unserer Adressliste mit Kontaktdaten von Auffangstationen in ganz Deutschland sowie in Österreich. Wir haben diese Liste für Sie zusammengestellt, sie erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist ohne Gewähr. Foto rechts: Amsel und Haussperling, © Anett Ebert

Oft sind in solchen Auffangstationen bereits zahlreiche Vögel derselben Art vorhanden, sodass die Tiere unter ihresgleichen aufwachsen können. Dies erleichtert das spätere Auswildern und erhöht die Überlebenschance in Freiheit deutlich, da eine Fehlprägung auf den Menschen während der Aufzucht unterbunden wird (siehe auch Kapitel "Gefahren bei der Aufzucht"). Außerhalb der Sprechzeiten der Unteren Naturschutzbehörde kann unter Umständen eine Anfrage beim örtlichen Tierschutzverein weiterhelfen. Dort erfährt man ebenfalls, wohin man Jungvögel zur Aufzucht geben kann.

Junge Amsel auf einem BaumWildvögel der streng geschützten Arten müssen auf alle Fälle in fachkundige Hände gegeben werden! Welche Vogelarten zu den besonders geschützten oder zu den streng geschützten Spezies zählen, können Sie bei WISIA.de nachlesen.

Greifvögel und Eulen müssen nach Möglichkeit umgehend an eine Greifvogelstation übergeben werden, weil es für einen Laien nahezu unmöglich ist, sie artgerecht großzuziehen (siehe auch Kapitel "Greifvögel und Eulen aufziehen"). Zoologische Gärten, von denen sich sicher einer in Ihrer Nähe befindet, nehmen normalerweise Greifvögel, Eulen sowie Vertreter der streng geschützten Arten zur Pflege und Aufzucht auf.Foto rechts: Junge Amsel, © M. Stumpf

 

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