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Hühnervögel aufziehen

Wachtel Zu den Hühnervögeln zählen unter anderem die Fasane, Rebhühner und Wachteln, siehe Abbildung rechts. Foto © Anke Dornbach

Unterbringung
Auch Hühnervögel werden anfangs in einer Wanne mit weicher Unterlage und einer Wärmequelle gehalten. Da sich Hühnervögel bei Gefahr instinktiv sofort verstecken, sollte eine entsprechende Versteckmöglichkeit geboten werden, unter der sie sich verkriechen können. Ein kleiner Karton, der an der Vorderseite offen ist, eignet sich bestens für diesen Zweck.

Auch später im Freigehege sollten stets verschiedene Versteckmöglichkeiten geboten werden. Aufgehängte Bündel aus Zweigen oder wiederum ein an der Vorderseite offener Karton dienen als Unterschlupf. Eine geöffnete Katzentransportbox ist eine weitere Alternative. Diese hat den Vorteil, dass man sie, sobald die Küken darin sind, verschließen kann und diese dann bequem beispielsweise ins Haus transportieren kann, wo sie die Nacht verbringen.

Viele Hühnervögel brauchen ihr tägliches Sandbad. Hierfür verwendet man eine große, flache Schale, die mit handelsüblichem Vogelsand gefüllt wird. Der Sand muss stets von Verunreinigungen gesäubert werden.

Futter
Wachtel In den ersten Lebenstagen erhalten Küken von Hühnervögeln hauptsächlich Insekten (gefrostet, lebend) und Würmer. Gut eignen sich zum Beispiel gefrostete Heimchen und Pinkies (Fliegenmaden). Dazu gibt man etwas fein gewiegtes Grünzeug, Haferflocken und gehacktes hart gekochtes Ei. Insekten sollten jedoch in den ersten Wochen den Hauptbestandteil der Nahrung ausmachen. Foto rechts: Wachtel, © Anke Dornbach

Ab etwa dem fünften Lebenstag kann dann auch Kükenkorn (Pressfutter aus dem Landhandel) sowie Fasanenaufzuchtsfutter und Weichfutter in trockener Form zugefüttert werden. Das Bereitstellen einer flachen Schale mit Wasser zum Trinken versteht sich von selbst. Schon bald beginnen junge Hühnervögel auch, Haferflocken und kleine Körner, beispielsweise Hirse oder Wellensittichfutter, sowie Getreide zu fressen. Zum Zerkleinern der Nahrung im Verdauungstrakt sollte stets zusätzlich ein Napf mit Vogelgrit zur freien Aufnahme bereitgestellt werden.

Um die Küken zum Fressen zu animieren, tippen Sie mit dem Finger immer wieder auf das Futter und versuchen Sie dabei auch, möglichst in der Hühnersprache auf das Futter aufmerksam zu machen.

Freilassung
Im Alter von etwa zehn bis elf Wochen sind die meisten Hühnervögel ausgewachsen und weitestgehend selbstständig. Man bringt sie dann an einen geeigneten Ort, an dem sie Artgenossen und ein entsprechendes arttypisches Nahrungsangebot vorfinden. für die erste Zeit sollte ihnen noch täglich Futter bereitgestellt werden.

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