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Unterbringung junger Mauersegler

Behausung für Mauersegler Junge Mauersegler dürfen niemals in einem Käfig untergebracht werden, sondern nur in einer glattwandigen Wanne, aus der sie nicht herausklettern können. Man kann ferner einen großen Pappkarton als Nestersatz verwenden.

Wie in der nebenstehenden Abbildung zu sehen ist, brauchen junge Mauersegler je nach Alter und Gefiederzustand Wärme. Als Wärmequelle können Sie entweder eine Heizdecke oder eine Wärmflasche (auch nachts mit warmem Wasser auffüllen) verwenden, oder eine 40-Watt-Glühlampe über die Behausung hängen, um die Vögel damit zu bestrahlen. Foto rechts © Anke Dornbach

Achtung: Infrarotstrahler erzeugen oft eine zu hohe Temperatur und trocknen den kleinen Vogelkörper aus. IR-Strahler sollten deshalb ausschließlich von fachkundigen Leuten verwendet werden!

Als Bodenbelag für die Mauerseglerbehausung eignet sich ein Frottehandtuch, auf das man mehrere Lagen Küchenpapier legen sollte, da dies die Reinigung erleichtert. Im Bedarfsfall kann man jeweils nach dem Kotabsatz die beiden obersten Küchentücher entfernen. Ein zusammengeknülltes Tuch am Boden wird von manchen Vögeln gern als Sitzplatz genutzt.

Damit die jungen Mauersegler ihre Muskulatur bereits in der Obhut des Menschen trainieren können, sollte man ihnen dafür entsprechende Möglichkeiten bieten. Mauersegler mögen schräg gestellte "Wände" aus Karton oder ähnlichen Materialien, die man mit einem Handtuch bespannt. An diesen "Wänden" können die Vögel nach Herzenslust klettern, wobei sie ihre Brustmuskulatur für das spätere Leben in Freiheit trainieren können. Die Bespannung sollte regelmäßig auf Verunreinigungen durch Kot überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden. Man sollte jedoch auf alle Fälle darauf achten, die Wände so aufzustellen, dass die Vögel sie nicht als Startrampe gebrauchen können. Mauersegler versuchen nämlich ihrem Instinkt folgend sehr rasch, aus der Behausung auszubrechen.

Achtung: Die in diesem Kapitel genannten Hinweise gelten auch für Alpensegler!

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