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Jungvogel in menschlicher Obhut

Junge Mehlschwalbe Wenn Sie einen Wildvogel bei sich aufnehmen, um ihn selbst aufzuziehen, informieren Sie bitte ordnungshalber die für Ihren Wohnort zuständige Untere Naturschutzbehörde darüber, um später unter Umständen auftretende rechtliche Konflikte zu vermeiden. Wer Wildvögel, die fast alle zu den besonders oder streng geschützten Arten gehören, pflegt und aufzieht, benötigt hierfür keine behördliche Genehmigung. Anders sieht es aus, falls ein Vogel gehandicapt bleibt und nicht mehr ausgewildert werden kann. Will man einen solchen Vogel in seiner Obhut behalten, ist dies nur mit einer Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde erlaubt. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier. Foto rechts: Junge Mehlschwalbe, © Dagmar Offermann

Zunächst sollte man den gefundenen Vogel auf eventuell vorhandene äußere Verletzungen hin untersuchen. Folgende Checkliste soll Ihnen dabei behilflich sein:

    Abgemagerte Jungtaube
  • Hängt ein Flügel stark herab?
  • Sitzt der Vogel sicher auf beiden Beinen oder tendiert er dazu, umzufallen?
  • Ist eine offene Wunde zu erkennen?
  • Sehen die Augen klar und gesund aus?
  • Ist der Vogel abgemagert? Diese Frage kann man durch sanftes Abtasten des Brustbeins klären. Steht es deutlich und beinahe scharfkantig wie ein Schiffskiel hervor, hat der Vogel eine längere Hungerperiode hinter sich. Völlig abgemagerte Jungvögel müssen speziell behandelt werden (siehe Kapitel Erstversorgung). Rechts ist eine extrem abgemagerte Jungtaube zu sehen. Foto rechts © Elli Hess
  • Sind äußere Parasiten im Federkleid zu erkennen?
  • Leidet der Vogel an Durchfall?

Als nächstes sollten Sie unbedingt herausfinden, welcher Art Ihr Vogel angehört. Sie müssen dies wissen, um ihm eine artgerechte Fütterung angedeihen lassen zu können. Bitte vermeiden Sie unbedingt jeden Fütterungsfehler, die wichtigsten Grundregeln haben wir hier für Sie notiert.

Falls Sie sich nicht sicher sind, können Sie den Pflegling natürlich einem auf Vögel spezialisierten fachkundigen Tierarzt vorstellen. Dieser kann zusätzlich zum Abtasten eine Kotprobe auf Würmer oder andere Darmparasiten untersuchen und Ihnen bei Bedarf ein Mittel zur Entwurmung oder ein anderes Medikament mitgeben.

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