Home > Aufzucht von Jungvögeln > Tauben aufziehen > Futter für junge Tauben

Futter für junge Tauben

In den ersten acht bis zehn Lebenstagen werden alle Taubenküken ausschließlich mit einem im Kropf der Eltern gebildeten Brei, der sogenannten Kropfmilch, gefüttert. Erst danach wird allmählich auch feste Nahrung zugefüttert, deren Anteil dann kontinuierlich gesteigert wird.

Zusammensetzung der Kropfmilch:

  • Fett: 7 - 13%
  • Protein: 13 - 19%
  • Wasser: 65 - 81%
  • Asche: ca. 1,5%

(Quelle: Gerhard Hummel, Anatomie und Physiologie der Vögel, ISBN 3-8252-2144-X)

Der Proteingehalt in der Kropfmilch der Taubeneltern liegt demnach zwischen 13 und 19 Prozent. Bei Handaufzuchten ist ein nicht zu niedriger Proteingehalt anzuraten. Im Fachhandel sind verschiedene Handaufzuchtfutter erhältlich, meist für Papageien oder für Kanarienvögel. Es gibt auch sogenannte Universalhandaufzuchtfutter für alle Babyvögel. Egal, welches Sie verwenden, achten Sie bitte auf die Zusammensetzung, insbesondere auf den Proteingehalt. Liegt dieser unter 15 Prozent, sollte es mit gemahlenem Eifutter und/oder gemahlenen, gefrosteten Pinkies (Fliegenmaden) angereichert werden. Papageien-Handaufzuchtfutter ist zum Beispiel von den Anbietern Kaytee, Quikon oder Versele Laga (Nutribird) zu haben.

Die Beschaffung des Futters erfolgt am schnellsten und einfachsten über Internetshops (siehe unsere Linkliste) oder ein gut sortiertes Zoofachgeschäft. In den allermeisten Zooläden erhalten Sie zumindest Eifutter, womit Sie die Zeit überbrücken können, bis die restlichen Zutaten eingetroffen sind.

Besonders junge Wildtauben benötigen zusätzlich noch die Gabe eines Vitamin-B-Komplexes. Geben Sie diesen daher täglich zusätzlich noch Nekton-B-Komplex für Vögel (in Zoofachgeschäften erhältlich) oder ein anderes entsprechendes Präparat, welches Sie in den Brei mischen können, um spätere etwaige Lähmungserscheinungen an den Beinen zu vermeiden.

Andere Vogelpfleger haben die Erfahrung gemacht, dass auch die zusätzliche Gabe eines Kalziumpräparates sinnvoll ist, um etwaige Beinlähmungen zu verhindern. Hier kann zum Beispiel auf das in Apotheken erhältliche Frubiase Calcium T zurückgegriffen werden. Dieses Mittel wird von Vögeln sehr gut vertragen und kann beispielsweise in den Futterbrei gemischt werden oder separat per Spritze in den Schnabel verabreicht werden.

Erfahrungsgemäß ist es bei der Handaufzucht von Tauben von Vorteil, den Brei so lange wie möglich zuzufüttern, weil die darin enthaltenen Nährstoffe für das Wachstum und die Gesundheit der jungen Tauben äußerst wichtig sind. Wie Sie das jeweilige Futter Ihrem Taubenkind verabreichen, ist im Kapitel "Fütterungstechnik" beschrieben.

Zusätzlich zum Brei benötigen Sie für etwas größere Tauben eine Mehrkorngetreidemischung, welche aus ökologischem Anbau stammen sollte. Man erhält sie beispielsweise in Bioläden und im Reformhaus.

Tauben, welche bereits anfangen, selbst zu fressen, erhalten eine Taubenfuttermischung aus kleinen runden Körnersorten, am besten sogenanntes Turteltaubenfutter.

Bei der Aufnahme von trockenen festen Körnern muss den Jungtauben feiner Grit zugeführt werden, mit dessen Hilfe die Körner im Verdauungstrakt zerkleinert werden.

>>> Nächstes Kapitel