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Tauben aufziehen

Drei junge Tauben Die am häufigsten in Not geratenen Jungtauben sind Stadttauben, Ringeltauben und Türkentauben. Junge Stadttauben werden meistens in Fußgängerzonen oder in anderen Innenstadtbereichen aufgefunden. Wildtauben, wie die Ringel- und die Türkentaube, brüten meistens in hohen Nadelbäumen. Alle Taubenarten legen zwei Eier und haben daher meistens auch zwei Junge. Sollten Sie also beispielsweise unter einem Baum ein abgestürztes Taubenkind finden, so ist es ratsam, die Umgebung nach dem eventuell ebenfalls abgestürzten Geschwister abzusuchen. Ist das Nest noch intakt, so empfiehlt es sich, die Jungen wieder hinein zu setzen und das Nest so lange zu beobachten, bis Elterntiere zurückkehren und sich um den Nachwuchs kümmern. Dies kann bei Tauben manchmal einige Stunden dauern. Foto rechts © Anke Dornbach

Zuvor sollten Sie die abgestürzten Jungtauben sorgfältig auf eventuelle Knochenbrüche (Beine, Flügel) untersuchen. Kommen auch nach längerem Warten und Beobachten keine Taubeneltern zum Nest, so sind die Jungen auf Ihre Hilfe angewiesen.

Bei Stadttauben ist es oft schwieriger, das Nest zu finden. In Anbetracht der vielen Taubenfeinde in unserer Gesellschaft ist es oft sogar ratsam, ein in Innenstädten hilflos umher irrendes Taubenkind lieber in menschlicher Obhut aufzuziehen anstatt darauf zu hoffen, dass es die Taubeneltern gegen ihre menschlichen Widersacher und deren Errungenschaften moderner Zivilisation, wie zum Beispiel Fahrzeuge, verteidigen werden können.

Während sehr junge Wildtauben immer an der schwarzen Haut und dem gelben Flaum zu erkennen sind (obere Abbildung: zwei Türkentauben), gibt es bei Stadttauben sowohl schwarz- als auch rosahäutige Küken mit gelbem Flaum (untere Abbildung). Die Taubenküken auf den Bildern sind etwa fünf Tage alt.

Junge Türkentauben
Foto: Junge Türkentauben, © Anke Dornbach

Linktipp: Stadttaubenhilfe-Online

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