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Bäume als Brut- und Wohnraum

Alter Baum Viele der in Mitteleuropa heimischen Vogelarten bevorzugen alte und manche auch junge Bäume als Lebensraum, da sie rund um die Bäume ideale Lebensbedingungen vorfinden. Vor allem in alten, knorrigen Bäumen können sich die Vögel nicht nur gut verstecken oder ihre Nester errichten. Sie finden in und an ihnen überdies viel Nahrung in Form von Insekten. Brechen Äste von einem älteren Baum ab, so faulen die Bruchkanten und das umliegende Holz wird morsch. Daraus ziehen viele Vogelarten ihren Nutzen, da sie beispielsweise auf natürliche Hohlräume angewiesen sind, um darin ihre Nester zu bauen. Foto © Gaby Schulemann-Maier

Zu den Höhlenbrütern, die morsche Baumstämme bevorzugen, zählen neben den Meisen auch die Spechte sowie der Kleiber. Einige weitere Vogelarten wie der Buchfink oder der Grünfink bauen ihre Kinderstube im dichten Geäst alter, großer Bäume.

Blaumeise Insbesondere Obstbäume liefern den Vögeln das gesamte Jahr über Nahrung. Im Frühling finden die Gefiederten an den Bäumen und unter deren Rinde eine Vielzahl von Insekten. Blühende Obstbäume ziehen scharenweise Krabbeltiere an, die für brütende Vögel ein willkommenes Futter darstellen. Im Sommer finden sich an den Blättern zahllose Läuse, die vor allem kleinen Vögeln wie den Blaumeisen als Futter dienen (siehe nebenstehende Abbildung). Foto © Dagmar Offermann

Das Werk eines Spechtes Die Zeit des Überflusses ist der Herbst. Fallobst steht bei einigen Vogelarten zu dieser Jahreszeit auf dem Speiseplan. Äpfel und Co. sind für Vögel ein gutes und vor allem vitaminreiches Kraftfutter, das sie fit für den Winter macht. Auch während der kalten Jahreszeit finden Vögel an alten Bäumen vergleichsweise viel Nahrung, wenn auch deutlich weniger als während des restlichen Jahres. Unter der Rinde alter Bäume verbringen viele Insekten den Winter, um dort vor Wind und Wetter geschützt zu sein. Nahrungspezialisten wie beispielsweise die Spechte spüren ruhende Insekten auf und können unter anderem dank dieser proteinreichen Kost den Winter überstehen. Die Abbildung in diesem Absatz zeigt das Werk eines Spechtes. Foto © Gaby Schulemann-Maier

Nistkasten im ObstbaumDa viele Vogelarten vor allem im Winter vitaminreiche Kost benötigen, um die harte, kalte Jahreszeit zu überleben, ist es sehr sinnvoll, einen Teil der im Garten wachsenden Früchte für sie hängen beziehungsweise liegen zu lassen. Neben Beeren sind es vor allem Obstsorten wie Äpfel, die in Deutschland überwinternden Vögeln im Winter Energie und Nährstoffe, aber auch Flüssigkeit liefern. Selbst wenn das Obst mit der Zeit auf den Boden fällt, liefert es vielen Vögeln noch immer Nahrung. Gern finden sich dann verschiedene Drosseln ein wie etwa Amseln oder Rotdrosseln.

Übrigens: Natürlich können Sie an den Bäumen in Ihrem Garten auch Nisthilfen anbringen. Das Foto rechts zeigt einen "kreativen Nistkasten" (siehe auch unsere Rubrik über Nisthilfen), der in einem vogelfreundlichen Garten noch mehr Platz zum Brüten geschaffen hat. Foto rechts © Dagmar Offermann, Foto unten: Rotdrossel im Apfelbaum, © Tanja Kahlert

 Rotdrossel im Apfelbaum

 

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