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Scheunen für Eulen

Einfluglöcher Wer eine Scheune oder einen Geräteschuppen auf seinem Grundstück beherbergt, kann diese mehr oder minder Gebäude mit wenig Aufwand in eine Heimstatt für eine Reihe nützlicher und seltener Tiere verwandeln. Solche Gebäude sind für viele unterschiedliche Vogelarten ein idealer Platz, um dort zu leben beziehungsweise den Nachwuchs großzuziehen. Allerdings dürfen Schuppen und Scheunen nicht hermetisch abgeriegelt sein, da die Tiere anderenfalls keinen Weg hinein finden (sieh Abbildung rechts: Einfluglöcher in einer alten Scheune). Foto © Gaby Schulemann-Maier

Ein bekannter Vertreter der Vogelwelt, der solche Gebäude als Unterschlupf schätzt, ist die Schleiereule (Tyto alba). Diese grazilen, nachtaktiven Vögel bevorzugen Ruinen, Kirchtürme und alte Scheunen als Brutplätze. Da sich jedoch zusehends weniger verfallene Gebäude in Deutschland finden, werden geeignete Kinderstuben für Schleiereulen immer rarer.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, wäre es ein großes Unrecht, eine alte Scheune oder einen Schuppen abzureißen, weil man das Gebäude selbst nicht mehr benötigt. Schleiereulen oder auch Fledermäuse sind dankbare "Mieter", die zudem äußerst nützlich für den Menschen sind. Fledermäuse fressen Nacht für Nacht zahllose Insekten. Schleiereulen ernähren sich vor allem von Mäusen, die sich in so manchem vogelfreundlich eingerichteten Garten meist rasch in großer Zahl ansiedeln.

Klapprige Scheunen bieten zugegebenermaßen relativ wenig optischen Reiz. Abhilfe schaffen hier Gewächse wie Knöterich, von denen man die Gebäude überwuchern lassen kann.

Achtung: Haben sich einmal Fledermäuse in einem Gebäude häuslich niedergelassen, darf dieses nicht mehr abgerissen werden! So baufällig es unter Umständen auch sein mag, es steht aufgrund der in ihm wohnenden Fledermäuse unter Naturschutz!

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