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Vogelfreundliche Umgebung

Männlicher Haussperling Von zentraler Bedeutung für die Schaffung einer für die Vögel arttypischen Umgebung ist der naturnahe Garten. Er zeichnet sich unter anderem durch die folgenden Charakteristika aus:

  • Eine mit Efeu bewachsene Wand bietet gleich einer ganzen Spatzenkolonie den geeigneten Raum für ihre Kinderstube. In dem dichten Blattwerk finden die Haussperlinge ideale Möglichkeiten zum Nestbau. Foto rechts: männlicher Haussperling, © Gaby Schulemann-Maier

  • Ein alter Obstbaum im Garten, der zwar nicht mehr viele Früchte trägt, gibt durch sein morsches Holz Höhlenbrütern eine hervorragende Gelegenheit zum Nisten.

  • Auch dichte Hecken, beispielsweise Weißdorn, geben Freibrütern den dringend benötigten Schutz.

  • Wer vom Baumschnitt Äste übrig hat, sollte diese zur Abwechslung einmal nicht durch den lärmenden Hächsler jagen, sondern lieber zu einem Haufen schichten. Sie werden überrascht sein, wie viele Tiere einen solchen Reisighaufen zu schätzen wissen!

    Bodenbrüter, zu denen unter anderem die Rotkehlchen gehören, sind dankbar für eine solche Möglichkeit zum Nestbau. Auch gerade ausgeflogene Jungvögel finden hier einen sicheren Unterschlupf und gute Versteckmöglichkeiten vor Katzen und anderen Feinden.

  • Wer über einen Heuschober, eine Scheune oder Ähnliches verfügt, sollte diesen nicht hermetisch verschließen. Schleiereulen finden hier einen geeigneten Platz, um ihre Jungen aufzuziehen und revanchieren sich gleichzeitig durch eifrigen Mäusefang. Auch für Fledermäuse, die hierzulande ähnlich stark unter "Wohnungsnot" leiden wie die Vögel, sind diese Bauwerke gute Unterschlupfmöglichkeiten.

  • Mehlschwalbennest Gleiches gilt für Kuhställe, durch deren geöffnete Fenster Rauchschwalben fliegen und innen ihre Nester bauen können. Sie reduzieren im Gegenzug die lästigen Fliegen im Stall. Sowohl Rauch- als auch ihre nahen Verwandten, die Mehlschwalben, benötigen zum Bau ihrer kunstvollen Nester Lehm, der durch die zunehmende Befestigung der Böden in landwirtschaflichen Betrieben und allgemeinen Versiegelung der Landschaft nur noch in geringen Mengen vorhanden ist. Foto rechts: Mehlschwalbennest, © Gaby Schulemann-Maier

    Schwalbennisthilfe Es gibt Vogelfreunde, die den Schwalben deshalb Lehm in flachen Schalen anbieten. Darüber hinaus bewähren sich in diesem speziellen Fall auch Bausätze für Nisthilfen, wie sie etwa von der Firma Schwegler angeboten werden (siehe Abbildung rechts). für Rauch- und Mehlschwalben gibt es natürlich auch fertige Nester zu kaufen. Sie können mit etwas Geschick auch selbst angefertigt werden. Sinnvoll ist auf alle Fälle ein darunter angebrachtes Kotbrettchen.

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