Hohltaube (Columba oenas)

Hohltaube
Foto © Tanja Kahlert

Hohltaube
Foto © Tanja Kahlert

Kämpfende Hohltauben
Foto © Gaby Schulemann-Maier

Größe: ca. 30 cm
Spannweite: ca. 60 cm
Gewicht: ca. 300 g
Merkmale: Die Hohltaube gehört zu den Wildtauben, die man nicht ganz so häufig zu Gesicht bekommt. Von Laien wird sie häufig mit einer Haus- oder Stadttaube verwechselt, weil sie in Größe und Gefiederzeichnung Ähnlichkeiten aufweist. Prägnante Merkmale der Hohltaube sind zum einen ihre sehr dunklen Augen, der grünlich-violett schimmernde Hals und die beiden dunklen Flügelbänder. Die Hohltaube ist ein Höhlenbrüter, der sich gern verlassener Schwarzspechthöhlen, aber auch ausreichend großer Nistkästen, annimmt, um seine Küken großzuziehen.
Der Ruf der Hohltaube klingt ungefähr wie ein tiefes "Oo-uo, oo-uo, oo-uo" oder "Hu-hu-hu-hu".
Lebensraum/Nahrung: Als Lebensraum zieht die Hohltaube - wie schon angedeutet - Wälder vor, da diese ihr die optimalen Brutplätze bieten. Ihre Nahrung (Sämereien, Früchte, Beeren, Eicheln, Blätter, etc.) sucht die Hohltaube, wie viele andere Wildtauben auch, auf Feldern und Grünflächen.
Fortpflanzung: Hohltaubenpaare legen für gewöhnlich zwei Eier in die mit Reisig und Zweigen ausgestattete Bruthöhle. Die Brutdauer beträgt etwa 18 Tage, die Nestlingsdauer 20 bis 30 Tage. Die Hohltaube ist momentan nicht als gefährdet eingestuft. Allerdings ist ihr Bestand deutlich niedriger als z. B. der der Ringeltaube. Daher hat sie ganzjährige Schonzeit und ihr Abschuss ist in Deutschland verboten.
Zugverhalten: Die Hohltaube zählt zu den Zugvögeln, die sich im Winter in wärmere Gefilde Süd- und Westeuropas zurückziehen.
Englischer Name: Stock Pigeon

Text: Tanja Kahlert