Mittelsäger (Mergus serrator)

Mittelsäger, Männchen
Männchen, © Savannah Grandfather/Flickr

Mittelsäger, Weibchen
Weibchen, © mikebaird/Flickr

Größe: 52 bis 58 cm
Spannweite: 70 bis 86 cm
Gewicht: 1000 bis 1250 g
Merkmale: Diese Vogelart ist geringfügig kleiner als die Stockente. Beide Geschlechter tragen eine zweizipflige Federhaube am Hinterkopf. Außerdem tragen beide Geschlechter einen roten Pinzettschnabel, der überdurchschnittlich lang ist. Im Prachtkleid trägt der Erpel (das Männchen) einen schwarzen Kopf, der restliche Körper ist überwiegend grauweiß gefärbt. Seine Brust ziert während der Brutzeit ein rotbraunes Federband, was den Mittelsäger leicht von verwandten Sägerarten unterscheidbar macht. Das Weibchen ist an Bauch und Brust graubraun gefärbt, der Kopf ist rostrot bis hellbraun. Im Schlichtkleid gleichen die Männchen den Weibchen. Anders als beim Gänsesäger geht das Rostrot des Kopfes am Hals fließend in das Graubraun der Brust über.
Lebensraum: Am Meer brüten Mittelsäger in ruhigen Buchten oder in Stillwasserzonen, die mit kleinen Inseln durchsetzt sind. Ferner brüten sie im Binnenland an Seen und Flüssen bis hinauf in die Nadelwaldzonen Skandinaviens. Den Winter verbringen diese Vögel zahlreich an der deutschen Ostseeküste, sie sind aber auch an der Nordsee zu finden.
Nahrung: Mittelsäger leben von Fischen, die sie meist bei der gemeinschaftlichen Jagd erbeuten.
Zugverhalten: Der Mittelsäger ist ein Zugvogel, er kommt zum Überwintern nach Mitteleuropa. Sein Brutrevier liegt unter anderem im nördlichen Skandinavien. Nur an der Nord- und Ostseeküste kommt diese Vogelart in Deutschland das gesamte Jahr über vor.
Englischer Name: Red-breasted Merganser