Waldkauz (Strix aluco)

Waldkauz
Foto © Gaby Schulemann-Maier

Größe: 37 bis 39 cm
Spannweite: 94 bis 104 cm
Gewicht: 420 bis 590 g
Merkmale: Waldkäuze haben einen verhältnismäßig großen Kopf und sind an sich eher mittelgroße Eulen. Sie tragen keine Federohren und ihr Körper ist bei beiden Geschlechtern grau oder braun gestrichelt befiedert. Die Balzrufe dieser Eulenart klingen heulend, sind zweitönig und fast das gesamte Jahr hindurch zu vernehmen. Besonders häufig rufen die Vögel im Herbst und Spätwinter auf diese Weise. Als überwiegend nachtaktiver Vogel fällt der Waldkauz den meisten Menschen nie auf. Allein an sehr kalten Wintertagen kann man diese Vögel auch tagsüber beobachten, wenn sie in der warmen Sonne oder auf Kaminen sitzen.
Lebensraum: Parklandschaften, auch solche, die in den Zentren von Städten liegen, sind ein bevorzugter Lebensraum des Waldkauzes. Er kommt aber auch in Großwaldungen vor, in denen seine nächtlichen Rufe besonders schaurig klingen. Über offenem Gelände sind sie kilometerweit zu hören.
Nahrung: Aufgrund seiner großen Klauen kann der Waldkauz, der ein geradezu unerschrockener Jäger ist, Beutetiere bis zu Tauben- beziehungsweise Rattengröße erlegen. Während der warmen Jahreszeit erbeuten die Vögel überwiegend Mäuse, von denen sie in der Nähe ihrer Nester kleine Vorräte anlegen. Im Winter bereichern außerdem Vögel den Speiseplan des Waldkauzes.
Zugverhalten: Der Waldkauz kommt in Mitteleuropa ganzjährig vor.
Englischer Name: Eurasian Tawny Owl