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Hilfe für Fischfresser

Eisvogel mit Beute Unter den heimischen Wildvögeln finden sich einige Arten, die sich von Fisch ernähren, so zum Beispiel die Eisvögel. Sie und weitere Vogelarten, die eng ans Wasser als Lebensraum gebunden sind, überleben harte Winterperioden nur dann, wenn sie eisfreie Stellen sowie im Falle der Eisvögel artgerechte Ansitze vorfinden. Foto rechts: Eisvogel mit Beute, © Wolfgang Schlegel

Selbst unter der Oberfläche zugefrorener Seen, Bachläufe und Flüsse können Nahrungsspezialisten wie die Eisvögel noch auf die Jagd gehen, so lange sie ein ausreichend großes, eisfreies Einflugloch vorfinden. Reiher können ebenfalls nur dann ihre natürliche Beute jagen, wenn sie zumindest teilweise offene Wasserstellen finden. Diese Vögel bevorzugen natürliche Beute, meist verschmähen sie vom Menschen an Futterplätzen gereichten toten Fisch. Vor allem Eisvögel sind in dieser Beziehung sehr wählerisch.

Graureiher Wer den Fischfressern also in freier Natur durch den Winter helfen möchte, der kann dafür sorgen, dass sie die dringend benötigten eisfreien Zonen vorfinden. für Eisvögel kann man beispielsweise das Eis von Wasserläufen oder Seen teilweise aufhacken, damit sie Einfluglöcher vorfinden. Über diesen Löchern sollten sich idealerweise die von den Vögeln dringend benötigten Ansitzmöglichkeiten, also möglichst waagerechte Äste, finden. Anderenfalls ist das Aufhacken der Eisdecke vergebliche Liebesmüh. Foto rechts: Graureiher, © Wolfgang Schlegel

Reiher jagen in relativ flachen Wasserbereichen, also meist in der Nähe des Ufers. Deshalb hilft es diesen Vögeln, wenn Uferzonen eisfrei gehalten werden. Auch andere Wasservögel profitieren von solchen nicht vereisten Gewässerstellen, weil zum Beispiel Enten und Blässhühner von dort aus zu Tauchgängen starten können. Muscheln am Boden von Gewässern stehen im Winter unter anderem auf ihrem Speiseplan, was man oft daran erkennen kann, dass die Schalen dieser Tiere, also die Reste der Mahlzeiten, rund um die eisfreie Stelle auf dem Boden liegen.

Graureiher Achtung: Bitte achten Sie unbedingt darauf, sich selbst und Ihr Leben beim Aufhacken von geschlossenen Eisdecken auf Gewässern nicht zu gefährden! Bitte gehen Sie nirgendwo aufs Eis, wo sie nicht hundertprozentig sicher sein können, dass die Eisdecke stabil genug ist, um Ihr Gewicht zu tragen! Ziehen Sie vorsichtshalber die örtliche Feuerwehr zu Rate, sie wird Ihnen sicher wichtige Tipps geben können, damit Sie sich beim aktiven Tierschutz nicht in Gefahr begeben. Foto rechts: Graureiher, © Wolfgang Schlegel

Sollte es unmöglich sein, Gewässer durch Aufhacken eisfrei zu halten, kann man versuchen, hungrige Reiher anderweitig zu füttern, denn in großer Not nehmen sie vom Menschen dargebotene, artgerechte Nahrung durchaus zuweilen an. Geeignetes Reiherfutter ist:

  • in Streifen geschnittenes Fischfilet
  • tote Mäuse
  • Mehlwürmer
Eisvogel im SchneeUm Eisvögel, siehe Foto rechts, vor dem Verhungern zu retten, weil keine eisfreie Gewässerzone mehr vorhanden ist oder weil die Ansitze durch den Menschen oder ein Unwetter zerstört wurden, kann man versuchen, ihnen schnabelgerechte Fischfiletstücke schwimmend anzubieten. Das heißt, man sollte Schüsseln mit Wasser aufstellen und den Fisch hinein geben. Sobald das Wasser zu gefrieren beginnt, ist die Nahrungsquelle für Eisvögel nutzlos, deshalb muss man die Futterstelle sorgfältig überwachen, damit die Vögel nicht quasi vor dem gedeckten Tisch verhungern, weil das Futter im Wasser eingefroren ist. Foto © Frank Güllmeister/Pixelio

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