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Das für und Wider der Fütterung

Haubenmeise am Futtersäckchen Wird die Notwendigkeit einer Fütterung heimischer Vögel im Winterhalbjahr diskutiert, sind die Tierfreunde in zwei Lager gespalten. Gegner der Winterfütterung sind der Meinung, das Futter sei oft nicht artgerecht und bringe den Tieren daher den sicheren Tod. Ferner stellt die Fütterung ihrer Ansicht nach einen massiven Eingriff in die natürlichen Prozesse unseres Ökosystems dar, bei denen es um die Auslese im Sinne der Lehre Charles Darwins geht: Nur die Starken überlebenund die Natur ist bei der Ermittlung dieser kräftigen Individuen bekanntermaßen wenig zimperlich. Das ist auch gut so, meinen viele Gegner der Winterfütterung, die die natürliche Selektion als idealen Regulationsmechanismus betrachten. Foto: Haubenmeise, © Hanspeter Bolliger/Pixelio.de

Stockente und Star im SchneeBefürworter der Fütterung halten dagegen, dass der Mensch vielerorts durch die großflächige Eliminierung der ursprünglich in der Natur vorhandenen Nahrungsquellen der Vögel eine massive Störung des natürlichen Ökosystems herbeigeführt hat. Somit seien die Überlebenschancen der Wildvögel aufgrund der Lebensraumzerstörungen durch den Menschen in einigen Regionen deutlich herabgesetzt, von einem gesunden Ökosystem könne dort deshalb keine Rede mehr sein, argumentieren die Befürworter. Außerdem habe der Mensch die Vögel schon vor Jahrhunderten an ein "Zubrot" gewöhnt, als er damit begann, Landwirtschaft zu betreiben und auf Bauernhöfen beispielsweise Korn und dergleichen in Scheunen zu lagern beziehungsweise riesige Flächen zu bewirtschaften, die hungrige Vögel geradezu einluden. Foto: Stockente und Star im Schnee, © Tanja Kahlert

Zwei Bergfinken im SchneeEin weiteres Argument der Beführworter ist, dass es vor allem für Kinder und Jugendliche ein unvergleichliches Erlebnis darstellt, heimische Wildvögel an einem Futterplatz aus nächster Nähe beobachten zu können. Derlei Erlebnisse sind wichtig, um ein Interesse an den ökologischen Zusammenhängen zu entwickeln sowie Achtung vor der Natur zu erlangen. Deshalb haben solche Beobachtungen am Futterplatz einen hohen pädagogischen Wert. Foto: zwei Bergfinken im Schnee, © Ruth Tremp

Eichelhäher am FutterplatzSo weit die Grundzüge der Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern der Vogelfütterung im Winter. Das Themenfeld ist jedoch erheblich komplexer und deshalb greifen die Gegner noch weitere Argumente auf, die sich laut Ansicht der Unterstützer der Vogelfütterung allerdings zu weiten Teilen widerlegen lassen. Im Folgenden sind diese Aspekte beschrieben. Die Erläuterungen basieren auf aktuellen Forschungsergebnissen, die Professor Peter Berthold in seinem Buch zur Vogelfütterung vorgestellt hat. Foto rechts: Eichelhäher am Futterplatz, © Katja und Marco Spielmann

1. Die Vogelfütterung stellt einen Eingriff in die Natur dar

Industriell geprägtes LandschaftsbildEs stimmt, dass die Vogelfütterung als Eingriff zu werten ist. Allerdings muss ein Eingriff nicht grundsätzlich negative Folgen haben, zumal der Mensch bereits an vielen anderen Stellen massiv auf zerstörerische Weise in die Natur eingegriffen hat bzw. eingreift:

  • Natürliche Nahrungsquellen wie Ackerwildpflanzen werden durch Herbizide vernichtet.
  • Landwirtschaftliche Monokulturen bieten der einstmaligen natürlichen Artenvielfalt keinen Raum mehr.
  • Gebüsche und Hecken, die aus einheimischen Pflanzen bestehen, gelten insbesondere in Gärten oft als wertlos und werden vielerorts abgerissen.
  • Gärten sind meist voller exotischer Pflanzen, zwischen denen nahrungsspendende Wildblumen und -kräuter in den Augen der Gartenbesitzer keine Daseinsberechtigung haben.
  • Grünspecht auf RasenRasenflächen in Gärten werden von vielen Menschen geradezu klinisch rein gehalten, sodass sich keine "Unkräuter" ansiedeln können; außerdem werden die Rasenflächen überdüngt, was nahrhafte Wildpflanzen fernhält. Foto rechts: Grünspecht, © Gaby Schulemann-Maier
  • Der saure Regen hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe von Wildpflanzenbeständen stark angegriffen oder gar zerstört.
  • Die Zersiedlung früher vollständig unbebauter Flächen schlägt zusehends größere Schneisen in den Lebensraum der Wildtiere.

Aufgrund dieser Tatsachen ist es sinnvoll, den Vögeln das zurückzugeben, was die Menschen ihnen durch ihre Aktivitäten genommen hat. Das Zufüttern stellt verglichen mit den oben beschriebenen Faktoren deshalb einen erhaltenden, also positiven Eingriff in die Natur dar. Foto oben rechts © Gaby Schulemann-Maier

2. Der Lebensraum verkraftet nicht noch mehr Wildvögel

Stadtnahe FlusslandschaftDieses Argument mag auf den ersten Blick überzeugen, aber es hält einer kritischen Betrachtung dennoch nicht stand. Wie verhalten sich die Vögel in ihrem Lebensraum? Viele Arten bilden Reviere, die groß genug sein müssen, um sie und ihren Nachwuchs zu ernähren. Wird die Nahrung knapper, weil beispielsweise in Gärten kaum noch Wildpflanzen zu finden sind, muss folglich die Reviergröße anwachsen. Das heißt, in einem nahrungsarmen Areal können zahlenmäßig weniger Vögel überleben. Foto © Gaby Schulemann-Maier

Enthält ein Areal hingegen einige Futterplätze, haben die Vögel weniger Konkurrenzdruck, denn alle Tiere finden genügend Nahrung. Die Reviere schrumpfen, weil die Strecken, die die Vögel zum Sammeln einer ausreichenden Nahrungsmenge zurücklegen müssen, kürzer werden. Außerdem können in solchen Gebieten mehrere Arten parallel nebeneinander in denselben Revieren leben, denn jede Spezies findet ausreichende Nahrungsmengen.

Amsel im BeerenstrauchFakt ist demnach: Der Lebensraum kann ohne Eingriff des Menschen nicht mehr so viele Wildvögel ernähren, wie es einst möglich gewesen ist, als die Natur noch intakter war. Bietet der Mensch den Tieren aber ausreichend artgerechte Nahrung, könnten Vogelpopulationen durchaus wieder anwachsen. Manche Forscher sagen, dies sei allerdings mit einer Winterfütterung allein nicht zu bewerkstelligen, es solle das gesamte Jahr über ohne Pause Futter ausgelegt werden. Diese These wird in Fachkreisen zurzeit kontrovers diskutiert. Ferner merken Naturschützer an, dass eine Zufütterung allein kaum hilft, sofern nicht insgesamt bessere Überlebensbedingungen geschaffen werden, indem beispielsweise vogelfreundliche Gärten eingerichtet werden. Dem ist ohne jeden Zweifel zuzustimmen. Foto: Amsel im Beerenstrauch, © Hanspeter Bolliger/Pixelio.de

3. Die Wildvögel verkommen zu verfetteten Wohlstandstieren und verlernen es, sich auf natürlichem Wege zu ernähren

AmselDiesem Aspekt hat sich die Forschung in den vergangenen Jahrzehnten zum Beispiel in Großbritannien ausführlich gewidmet, denn es ist sicherlich nicht im Sinne der Naturfreunde, die Vögel zu "Couchpotatos" zu erziehen. In sämtlichen Untersuchungsreihen hat sich gezeigt, dass die Tiere zwar das vom Menschen gereichte Futter annehmen, wenn Nahrungsmangel besteht, es aber lediglich als Zusatzfutter verwerten. So lange sie dazu in der Lage sind, in der Natur ihre arttypische Nahrung zu finden, bevorzugen sie diese. Das heißt, selbst an Wintertagen suchen Wildvögel nach natürlicher Nahrung. Den restlichen Bedarf decken sie mit dem Futter, das sie an Fütterungsplätzen finden. Folglich verlernen sie es nicht, sich selbstständig in der Natur mit Futter zu versorgen und behalten ihre ursprünglich vorhandenen Fähigkeiten zum Aufspüren von Nahrung bei. Foto © Gaby Schulemann-Maier

Eichelhäher im SchneeVon Verfettung kann zudem insbesondere im Winter keine Rede sein. Wenn sich ein Vogel winters eine kleine Fettschicht anlegt, so tut er gut daran, denn während der eiskalten Nächte einer Frostperiode braucht er diese Reserven, um überleben zu können. Zudem sollte er idealerweise nicht völlig ausgezehrt in die nächste Brutsaison starten. Ein Vogel, der keine körperlichen Reserven hat, kann seinem Nachwuchs entsprechend wenig mit auf den Weg geben. Denn nur dann, wenn ein Vogelweibchen ausreichend gut ernährt zur Fortpflanzung schreitet, kann der Körper gehaltvolle Eier mit kräftigen Schalen produzieren. Und nur ausreichend starke Männchen können ihre Reviere verteidigen, während ihre Partnerinnen das Gelege wärmen. Foto: Eichelhäher im Schnee, © Jennifer Jürgens

Oft legen Vogelweibchen, die den Winter über ausreichend Nahrung gefunden haben, mehr Eier als solche, die permanent vom Hungertod bedroht waren. Folglich investieren die Vögel eventuelle Überschüsse in die Fortpflanzung und erhöhen damit die Population, was für viele Vogelarten, deren Bestände in der Vergangenheit geschrumpft sind, sehr wichtig ist.

4. Man erreicht nur ein paar Allerweltsarten, von denen es ohnehin genügend Individuen gibt

Amsel im SchneeEs ist richtig, dass sich an einem vom Menschen eingerichteten Futterplatz durchschnittlich nur eine bestimmte Anzahl von Vogelarten einfindet. Meist sind dies knapp über zehn Vogelarten in der Stadt und etwa 15 auf dem Land. Unter diesen Vogelarten sind vor allem jene besonders häufig anzutreffen, die in vergleichsweise hohen Individuenzahl in der Umgebung vorkommen - insofern spiegelt sich an einem Futterplatz durchaus das Zahlenverhältnis der Vogelarten untereinander in gewisser Weise wider. Foto: Amsel im Schnee, © Gaby Schulemann-Maier

Das wiederum bedeutet, einige Vögel kommen deshalb nicht zum Futterplatz, weil sie in dem umliegenden Areal entweder in geringer Zahl oder gar nicht (mehr) vorkommen. Oder aber sie bleiben dem Futterplatz fern, weil die angebotene Nahrung ihren Bedürfnissen nicht gerecht wird beziehungsweise weil das Futter nicht so angeboten wird, wie es ihren arteigenen Gewohnheiten bei der Nahrungsaufnahme entsprechen würde. In beiden Punkten lässt sich leicht Abhilfe schaffen, wodurch sich die Zahl der Vogelarten und auch der Individuen der einzelnen Spezies, die einen Futterplatz aufsuchen, teils erheblich steigern lässt.

Stieglitz am FutterhausUm möglichst viele Vogelarten anzusprechen, reicht es nicht aus, ein Standard-Futterhaus (Modell "Landhaus") aufzustellen. Damit spricht man beispielsweise jene Spezies nur bedingt an, die ihre Nahrung am Boden suchen (siehe Kapitel "Futterhaus, Silo und Co."). Ferner fressen nicht alle Vögel dieselbe Nahrung, es muss eine möglichst breite Palette an Futtermitteln angeboten werden, um verschiedenen Arten ein Auskommen zu sichern (siehe Kapitel "Wer frisst was?"). Bestimmte Vogelarten, zum Beispiel Stieglitze, müssen zudem erst an einen Futterplatz gewöhnt werden, kommen anschließend aber durchaus regelmäßig zur Nahrungsaufnahme dorthin. Foto: Stieglitz am Futterhaus, © Hanspeter Bolliger/Pixelio.de

Außerdem sei erwähnt, dass die derzeit zahlenmäßig stark vertretenen Arten wie Meisen nur deshalb so häufig vorkommen, weil sie bisher mehr Glück hatten als andere Spezies und nicht durch Negativeinflüsse dahingerafft wurden. Wir sollten froh sein über jede Vogelart, deren Bestände noch nicht zusammengebrochen sind und wir sollten die Tiere deshalb genauso umsorgen wie die selten gewordenen Spezies, damit ihnen nicht in Zukunft dasselbe Schicksal droht. Bei artgerechter Fütterung im Winter verdrängen etwa die häufig vorkommenden Meisen keineswegs andere, seltene Vogelarten, die Tiere finden sich stattdessen nebeneinander an einem mit Sachverstand geführten Futterplatz ein, wodurch vielen Arten und vor allem Individuen geholfen werden kann.

5. Futterplätze sind Brutstätten von Krankheiten

Kohlmeisen am FutterknödelnEigentlich ist es logisch: Wo sich viele Lebewesen tummeln, können Krankheiten leicht übertragen werden. Allerdings ist dies nur dann möglich, wenn die hygienischen Voraussetzungen nicht optimal sind oder aber wenn es sich um eine hochgradig ansteckende Erkrankung handelt.

Das Immunsystem der Vögel ist ausgesprochen stark und wehrt Infektionen normalerweise zuverlässig ab, sofern es nicht geschwächt ist. Während strenger Frostperioden kann der Organismus eines Vogels durch die harschen Umweltbedingungen jedoch vorübergehend geschwächt werden, sodass das Tier erkrankt. Nicht immer sind diese Krankheiten aber für andere Vögel lebensbedrohlich. Sieht man also einen offenkundig kranken oder geschwächten Vogel an einem Futterplatz, sollte man ihn einfangen und zu einem fachkundigen Tierarzt bringen. Gegebenenfalls kann dem Vogel leicht geholfen werden. Dies gilt vor allem dann, wenn er sich beispielsweise eine Verletzung zugezogen hat. Foto: Kohlmeisen am Futterknödeln, © Johna/Pixelio.de

Vor allem im Winter, wenn es naturgemäß sehr kalt ist, kann es geschehen, dass ein Vogel in der Nähe des Futterplatzes stirbt. Dies ist nicht zwingend ein Anzeichen für die Ausbreitung einer Krankheit! Selten auftretende, einzelne Todesfälle sind durchaus normal.

Sterben tatsächlich mehrere Vögel innerhalb kürzester Zeit rund um den Futterplatz, ist es möglich, dass sich eine ansteckende Erkrankung unter den Tieren auszubreiten begonnen hat, die über das Futter übertragen wird. In einem solchen Fall sollte man den Futterplatz für einige Tage schließen, das Futter entsorgen, die Fütterungsgegenstände gründlich reinigen und desinfizieren. Nach etwa einer Woche kann man die Fütterung wieder an derselben Stelle aufnehmen. Die Infektionskette sollte dann normalerweise durchbrochen sein. Es wäre falsch, den Fütterungsplatz für immer zu schließen, denn durch den daraus entstehenden Nahrungsmangel würden im Winter vermutlich mehr Tiere sterben als durch das kurzzeitige Grassieren einer ansteckenden Krankheit.

6. Der Mensch kann die natürliche Nahrung nicht ersetzen

Erlenzeisige am FutterplatzDiese Aussage ist nur bedingt richtig. Es stimmt, dass der Mensch den Vögeln die Vielfalt nicht darreichen kann, die die Natur einst geboten hat und in einigen Regionen glücklicherweise nach wie vor noch bietet. Manche Nahrungsmittel wie beispielsweise Feinsämereien (Grassamen, Salatsamen, Mohn, etc.) kann man den Vögeln aber sehr wohl an einem Futterplatz anbieten. Namhafte Futtermittelhersteller bieten inzwischen eine große Palette hochwertiger Nahrung für Vögel an und auch so mancher Versandhändler für Ziervogelfutter verkauft Saaten, die sich teilweise auch als Nahrung für Wildvögel eignen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Kapitel über die einzelnen Futtermittel. Foto rechts: Erlenzeisige am Futterplatz, © Patrizia Syz

Kernbeißer am FutterplatzDie vom Menschen gereichte Nahrung sollte so naturbelassen wie möglich sein und darf freilich keinerlei Gifte wie Rückstände von Insektiziden und Herbiziden enthalten. Auch sollte das Futter nicht gentechnisch verändert sein. Viel mehr sollte die Devise lauten: Möglichst frisch und abwechslungsreich, dabei aber naturnah. Achten Sie zudem darauf, einheimische Futtermittel zu reichen, denn was hilft es dem Naturschutz, wenn die Saaten tausende von Kilometern aus fernen Erdteilen nach Europa geschafft worden sind? 
Zuletzt sei noch angemerkt, dass es bei der Wildvogelfütterung generell nicht darum geht, die natürliche Nahrung komplett zu ersetzen, sondern die vorhandenen Ressourcen zu ergänzen. Foto rechts: Kernbeißer am Futterplatz, © Katja und Marco Spielmann

7. Falsche Nahrung macht Vögel krank

Haussperlinge fressen vom TellerSo manches Futtermittel, das von schlecht informierten Tierfreunden bereitgestellt wird, ist tatsächlich ungeeignet und würde die Vögel krank machen, wenn sie dieses Futter denn annehmen würden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Vögel die für sie falsche Nahrung nur dann annehmen, wenn sie in allergrößter Not sind und anderenfalls verhungern würden. Gelingt es, die "Falschfütterer" aufzuklären, bevor eine solche Situation eintritt, wird das vorübergehend gereichte falsche Futter von den Tieren in aller Regel verschmäht. Ausnahmen sind einige Spezies, die sich dem Menschen besonders eng angeschlossen haben, darunter die Haussperlinge oder einige Rabenvögel. Sie sind echte "Allesfresser" und machen auch vor einer Pizza oder anderen Nahrungsmitteln für den Menschen nicht Halt. Foto: Haussperlinge fressen vom Teller, © Lisa-Marie/Pixelio.de

8. Vogelfütterung allein reicht nicht, der Rest muss auch stimmen

Haussperlinge fressen vom TellerIn diesem Punkt haben die Gegner durchaus Recht, wie bereits weiter oben erwähnt wurde. Wer in seinem sauber aufgeräumten Garten ein Vogelrestaurant einrichtet, wird nur eine geringe Anzahl von Tieren anlocken können, weil in der wenig vogelfreundlichen Umgebung kaum Vögel leben. Es gilt die einfache Faustregel: Je naturnaher eine Umgebung beschaffen ist, desto mehr Arten lassen sich mit einem darin eingebetteten Futterplatz anlocken. Wie sich Ihr Garten oder sogar Ihr Balkon in eine "Oase" für Vögel verwandeln lässt, können Sie in der Rubrik "Vogelfreundlicher Garten" nachlesen. Foto: Beeren im Schnee, © Jochen Fenn/Pixelio.de

Außerdem können Sie den Vögeln rund um den Futterplatz Nistgelegenheiten anbieten, die jedoch auf die vorhandenen Arten zugeschnitten sein sollten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik über Nistmöglichkeiten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Winterfütterung von Mönchsgrasmücken

Seit den 1960er Jahren ziehen nicht mehr alle Mönchsgrasmücken zum Überwintern nach Südeuropa. Einige Vögel aus Mitteleuropa ziehen stattdessen nach Großbritannien. Dort werden sie von begeisterten Vogelliebhabern gefüttert. Dies hat sich innerhalb der vergangenen Jahrzehnte auf ihren Körperbau ausgewirkt, Experten vermuten das Entstehen einer neuen Vogelart innerhalb der nächsten Jahre. Berichte über diese Forschungsergebnisse aus Deutschland gibt es hier: