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Trinkwasser anbieten

Badende KohlmeiseLiegen die Temperaturen im Winter über Null Grad, stellt es für Wildvögel meist kein allzu großes Problem dar, Trink- und Badewasser zu finden. Obwohl es draußen recht kalt ist, pflegen sie ihr Gefieder trotzdem und erfrieren normalerweise nicht, wenn sie nach dem Bade ein feuchtes Federkleid haben. Während längerer Frostperioden und bei geschlossener Schneedecke ist es für die Vögel hingegen oft sehr schwierig, Trinkwasser zu finden. Deshalb sollte an einem vom Menschen eingerichteten Fütterungsplatz eine Trink- und Badeschale nicht fehlen. Foto rechts: badende Kohlmeise, © Dagmar Offermann

Achten Sie bitte darauf, dass das Wasser nicht gefriert und wechseln Sie es regelmäßig aus. Die Schale sollte einmal täglich unter heißem Wasser gründlich gereinigt werden. Ideal geeignet sind flache Schalen, in denen das Wasser allenfalls ein bis zwei Zentimeter hoch steht. Am besten legt man noch einen großen, flachen Stein hinein, damit die Vögel eine Möglichkeit haben, sich auf diesen zu retten, falls sie - aus welchen Gründen auch immer - völlig durchnässt sind.

Wenn Schnee liegt, fressen manche Wildvögel diesen übrigens, um ihren Durst zu stillen. Manche Rabenvögel genießen zudem vor allem an sonnigen Wintertagen ein ausgiebiges "Bad" in frisch gefallenem Schnee.

Einen sehr guten Tipp für eine auch bei Minusgraden eisfreie Vogeltränke hat die Vogelfreundin Traudl Wöhlke an das Wildvogelhilfe-Team übermittelt. Wir möchten Ihnen diesen Tipp natürlich nicht vorenthalten:

Sie benötigen:

  • einen runden Pflanzstein aus Beton (im Baumarkt für ca. 2 Euro)
  • eine Edelstahlschüssel/Teller (Trekking-Ausstatter - ca. 6- 7 Euro) oder eine
        Emailleschüssel/Teller oder einen alten Kochtopf oder einen Futternapf aus gebranntem
        Ton für Nager (Heimtierbedarf), etwa im Durchmesser des Pflanzsteins (ca. 16 cm)
  • ein Grablicht mit möglichst langer Brenndauer (110 Stunden ist das maximale, was in den
        Betonstein passt; fünf Stück kosten weniger als 4 Euro)
  • Stellen Sie den Pflanzstein an den vorgesehenen Platz, in den Pflanzstein kommt das Grablicht, obendrauf der Wasserbehälter. Zünden Sie die Kerze an und füllen Sie das Gefäß mit Wasser auf. Das Wasser bleibt lauwarm und gefriert nicht. Wenn Sie das Grablicht regelmäßig abends löschen und morgens bei Tagesanbruch wieder anzünden, ist die Brenndauer der Kerzen mit der Bezeichnung "Grablicht Nr. 7" länger als eine Woche. Wenn Sie es Tag und Nacht brennen lassen, brauchen sie am 5. Tag Ersatz. Denken Sie bitte an das regelmäßige Auffüllen von Wasser.

    Danke an Frau Wöhlke für diesen hilfreichen Hinweis!

    In einem gesonderten Kapitel in der Rubrik "Vogelfreundlicher Garten" ist eine Tränken-Konstruktion beschrieben, die den Vögeln Sicherheit vor Fressfeinden bietet.

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